Braunschweiger Löwe
Die Juwelier-, Gold- und Silberschmiede-Innung Braunschweig ist die älteste Innung Deutschlands mit ihrem Privileg von 1231 bald wird sie ihr 775-jähriges Jubiläum begehen.

Die Innung möchte auch weiterhin das besondere Erbe pflegen, sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, sie vertritt die fachlichen und wirtschaftlichen Interessen der Gold- und Silberschmiede.

Die Mitglieder zeigen freiwillig und ehrenamtlich soziale Kompetenz. Goldschmiede und Silberschmiede haben.
Der Braunschweiger Löwe steht beherrschend auf seinem Sockel, mitten in einer befestigten Stadt mit Mauern und Türmen: Dieses noch formelhafte Bild der Stadt Braunschweig schmückt das hervorragend gut erhaltene, messing-vergoldete Typar für das alte Stadtsiegel, das zu den schönsten deutschen Siegeln des hohen Mittelalters zählt.

Mit ihm wurde ab dem Jahr 1231 gesiegelt, nachdem die Goldschmiede-Gilde am Ende einer sich Jahrzehnte hinziehenden Entwicklung weit reichende Privilegien erhalten hatte.

Als längst etablierte Kooperation war sie nun offiziell berechtigt, über ihre Zusammensetzung und die Anzahl der Meister selbst zu bestimmen und nicht mehr, wie zuvor, der Rat der Stadt.

In der damals ausgestellten, ungewöhnlich frühen Urkunde erscheinen daher Braunschweigs Goldschmiede, Juweliere und Stempelschneider bereits als machtvolle Gemeinschaft. Ihre gesellschaftliche Rolle war der Stellung der hanseatischen Fernkaufleute ebenbürtig; dies und ihr handwerkliches Können zeigt sich eindrucksvoll auf dem 8,5 Zentimeter messenden, stattlichen Siegelbild.

In Stil und Qualität entspricht es dem um nur wenige Jahrzehnte älteren Stempel für die Prägung der berühmten silbernen Münzen Heinrich des Löwen. G. S.
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